/LoRAWAN-Workshop

Neue Technologie LoRaWAN im Workshop erklärt

In Berlin einen Funksender aufstellen und Daten HIER abrufen – Das ermöglicht die neue Funktechnologie LoRa. Das Netzwerk mit dem die Daten abgerufen werden können, nennt sich LoRaWAN. Im Workshop “LoRaWAN als Lösung für Sensornetze” haben 35 Besucher in der vergangenen Woche, die notwendigen Komponenten für LoRaWAN kennengelernt und selbst einen Testlauf gestartet. Schauplatz für den Workshop: Der MakerSpace – “Halle1” an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen.

Gelsenkirchen. Es ist 8:45 Uhr und der MakerSpace der Westfälischen Hochschule ist belebter denn je. In einer viertel Stunde beginnt der Workshop zum Thema LoRaWAN. Unter dem Motto “LoRaWAN als Lösung für Sensornetze” haben sich 35 Besucher, darunter verschiedene mittelständische Unternehmen, Studenten und Technik-Interessierte, in der Halle1 eingefunden. Ein paar bedienen sich am Frühstücks-Buffet, andere trinken den morgendlichen Kaffee. Doch eins habe alle Besucher gemeinsam: Sie alle warten gespannt, auf Torsten Platzek, Projektmitarbeiter von /scouts, sowie Ingo Orzeczek von SMART NETWORKS. Sie sollen das Wort ergreifen und den Workshop offiziell einläuten.

Die Uhr schlägt 9. Der Workshop beginnt. Zuerst präsentieren Torsten Platzek und Ingo Orzeczek den Ablauf und führen in das Thema LoRaWAN ein. Für ein fundiertes Hintergundwissen, erzählt Prof. Dr. Luther Howah den Zuhörern ein paar Informationen über die Funktechnologie LoRa und das daraus entstandene Netzwerk LoRaWAN.  Anschließend bringen die LoRaWAN-Experten Mario Zwiers und Philipp Klaushardt interessante Beispiele aus der Praxis. Zusammen mit allen Anwesenden wird der Ablauf einer Funkübertragung vom Sensor, über das Nezwerk, hin zum Anwender durchgespielt. Am Ende lernt jeder Besucher, wie sich die empfangenden Daten in eine anschauliche Grafik verwandeln lassen und auf dem Handy abrufbar sind. 

Eine Stunde später ist es soweit: Die Instruktionen sind gegeben und das Gedankenexperiment LoRaWAN kann losgehen. Im praktischen Beispiel von Mario Zwiers und Philipp Klaushardt ist der Sensor eine Wetterstation. Sie ist in diesem Workshop der Sender. Das heißt, von hier aus werden nun Temperatur-Daten in das Netzwerk  geschickt. Die Netzwerk-Initiative “The Things Network” (TTN) wird benutzt. Sie überträgt die Daten vom Gateway (Internet) über das Netzwerk zum Verbraucher. Sind die Temperatur-Daten nun im Server als Textnachricht angekommen, fangen alle Besucher an, die Zahlen in ein anschaulicheres Bild zu verarbeiten. Dafür steht ihnen die Plattform “Grafana” zur Verfügung. Wenige Minuten später können die Temperaturwerte auf einem Blick in einer Grafik bewundert werden. Am Ende der Funkübertragung von LoRa hat jeder Teilnehmer die erstellte Grafik mit den Temperatur-Daten abrufbar auf seinem Smartphone parat. Diese können auch jederzeit auf dem Monitor des eigenen PC’s angesehen werden – Ist ja dank LoRaWAN auf dem privaten Server gespeichert.  

Es ist 13 Uhr und die letzten Besucher verabschieden sich von Mario Zwiers und Philipp Klaushardt und verlassen den MakerSpace, die “Halle1”. Die letzten anregenden Gespräche über Datenschutz von LoRaWAN noch im Kopf. Achtung, Spoiler: Es wird gemunkelt, ein weiterer Workshop werde kommen. Vielleicht in ein paar Monaten?

"Vor ungefähr zwei Jahren wollte ich die Temperatur in dem See vor meiner Haustür messen, konnte aber keine Möglichkeit finden. Alle Funktechnologien, die ich ausprobierte, scheiterten. Dann entdeckte ich LoRa. Seit 2018 arbeite ich nun im MakerSpace an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen. Mein selbst gesetztes Projekt: Der Bau einer Schwimm-Boje, die mit LoRa funktioniert."

"Mit Mario zusammen habe ich 2018 angefangen im MakerSpace der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen zu arbeiten. Dort habe ich LoRaWAN kennengelernt und war direkt begeistert. Meine Schwerpunkte sind die Server Infrastruktur, Backend, Frontend- und Visualisierungen aller Art. Mich fasziniert an der Funktechnologie LoRa die unglaublich weite Streckenübertragung von Daten und das dafür lediglich wenig Energie benötigt wird.

Mario Zwiers und Philipp Klaushardt

Bildergalerie vom LoRaWAN-Workshop

Veröffentlicht von Jessica Mayer am 08.11.2019
Autorin: Jessica Mayer

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