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Wie kann 3D-Mapping in Krankenhäusern eingesetzt werden?

Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit – wo könnten diese Ziele des 3D-Mapping besser Anwendung finden, als im Bereich Gesundheit und Medizin. Schließlich wird in dieser Branche der technische Fortschritt immer wichtiger. Aus diesem Grund fand am 10. März ein Workshop mit den technischen Leitern verschiedener Krankenhäuser aus der Emscher-Lippe-Region statt, in dem die Potenziale und Chancen dieser Technologie den Verantwortlichen nähergebracht und erläutert wurden. 

Diskussion beim 3D-Mapping Workshop
Gerd Carl (r.), Geschäftsführer von Virtual Rooms, erklärt den technischen Leitern der Krankenhäuser die Möglichkeiten von 3D-Mapping.

Gelsenkirchen. Welche Potenziale und Anwendungsszenarien gibt es bei dem Einsatz von 3D-Mapping im Rahmen der Gebäudenutzungsart Krankenhaus? Was sind mögliche Barrieren und Hemmnisse? Und wie können diese angegangen werden? Ziel des Workshops im Knappschaftskrankenhaus Bottrop am 10. März war es, diese Fragen zu klären. Dafür wurden den technischen Leitern verschiedener Krankenhäuser die Möglichkeiten des 3D-Mapping vorgestellt.

Gerrit Neugebauer, technischer Leiter der Bergmannsheil und Kinderklinik in Gelsenkirchen Buer, war es, der den 3D-Mapping-Workshop Mitte März ermöglicht hat. Er ist durch einen Presseartikel auf das Projekt aufmerksam geworden und war sehr interessiert an einem Wissenstransfer im Bereich der 3D-Mapping-Technologie. Dadurch entstand die Idee zu dem Workshop, der von Prof. Dr. Markus Thomzik, Leiter des Projektes 3D-Mapping und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Alexander Schweizer organisiert und veranstaltet wurde. Stattgefunden hat dieser im Knappschaftskrankenhaus Bottrop während des technischen Leiter-Treffens, an dem die jeweiligen technischen Leiter von neun Knappschaftskrankenhäusern im Bereich der Emscher-Lippe-Region teilgenommen haben.

Durchgeführt wurde der Workshop, nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. Markus Thomzik, von Gerd Carl, Leiter von Virtual Room, einem Technologieanbieter von 3D-Scan-Lösungen in Gladbeck. Er stellte den Teilnehmern die Methodik und Vorteile von 3D-Mapping anhand verschiedener Anwendungsfälle vor. Dazu gehörte unter anderem die virtuelle Wegeführung, die zur Auffindung von Räumen oder technisch relevanten Anlagen genutzt wird. Weiterhin bietet die Technologie die Möglichkeit zur Anreicherung besonderer Datenpunkte, wie Brandschutzklappen, Sensoren und allen weiteren technischen Anlagen mit Informationen, um eine schnelle Verfügbarkeit und Transparenz zu gewährleisten. Damit sich die Teilnehmer diese Anwendungen besser vorstellen konnten, wurden Vermessungen aus den Scans, die zur Unterstützung von Umbaumaßnahmen, zur Angebotserstellung oder ähnlichem genutzt werden, in einer Live-Demo vorgestellt. Doch nicht nur Gerd Carl kam während des Workshops zu Wort, auch die technischen Leiter der Krankenhäuser hatten die Möglichkeit, Anmerkungen und Fragen einzubringen. In einer gemeinsamen Diskussion konnten sie sich dabei mit weiteren Aspekten, wie beispielweise den Voraussetzungen an die IT oder den allgemeinen Kosten sowie den Nutzungskosten auseinandersetzen.

Die Reaktionen der Teilnehmer auf den Workshop fielen anschließend durchweg positiv aus. Alle technischen Leiter waren sehr interessiert gegenüber den Möglichkeiten, die das 3D-Mapping bietet. Auch die Voraussetzungen zur Umsetzung dieser Möglichkeiten sind bereits vielfach gegeben. In den Krankenhäusern kann das 3D-Mapping oftmals in bereits bestehende Technologien, wie die Gebäudeleittechnik oder in Sensoren eingebunden werden, um einen höheren Mehrwert zu generieren. Da die Besucher von Krankenhäusern allerdings sehr heterogen sind, müsse eine barrierefreie Nutzung des 3D-Mapping ermöglicht werden. Wie das gewährleistet werden kann, sollte individuell erarbeitet werden.

Auch der wissenschaftliche Mitarbeiter des Projektes 3D-Mapping, Alexander Schweizer, ist zufrieden mit der Resonanz des Workshops. Allerdings gibt er zu bedenken, dass Digitalisierungsprojekte keine Selbstläufer seien. Um diese umzusetzen, bedürfe es nicht nur finanziellen Mitteln, sondern auch der Bereitschaft, neue, oft unbekannte Wege zu gehen. Dafür würden einmalige Workshops, wie der im Knappschaftskrankenhaus in Bottrop nicht ausreichen. „Um Impulse in der Emscher-Lippe-Region geben zu können, steht eine baldige Umsetzung des 3D-Mapping an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen bevor. Währenddessen und vor allem anschließend unterstützen wir sehr gerne alle Interessierten mit Informationen. Für die Zukunft planen wir auch weitere Umsetzungspartnerschaften“, erklärt Alexander Schweizer. Konkrete Daten und Planungen für diese Umsetzung sowie für weitere Workshops seien allerdings derzeit aufgrund der Corona-Krise nicht möglich.

Bildergalerie vom 3D-Mapping-Workshop

Veröffentlicht von Sarah Mecklenburg am 01.04.2020.
Autorin: Sarah Mecklenburg

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