Digitale Lehre

Während der Corona-Pandemie zog ein großer Teil der deutschen Bevölkerung ins Homeoffice um. Ob Homeschooling oder Homebusiness, wir alle mussten uns an Menschen in digitalen Kacheln und neue Arbeitsabläufe gewöhnen. Auch die Studierenden der Westfälischen Hochschule verbrachten ihre Semester vor dem Bildschirm. Aber wie lief der Lehrbetrieb ab? Und was sind die Vor- und Nachteile des Heimstudiums? All das wollen wir in unserer Themenreihe „Digitale Lehre und Campusleben“ unter die Lupe nehmen. 

Im ersten Teil werfen wir einen Blick auf die aktuelle Lehre an der Westfälischen Hochschule. Im zweiten Teil geht es um die Studierenden und das digitale Campusleben. Zum Abschluss der Reihe werfen wir im dritten Teil einen Blick auf das kommende Semester und wie aktuelle Lücken geschlossen werden könnten.

Auf einmal digital

Vorlesungen, Seminare, Projekte – alles musste über Nacht ins Homeoffice verlegt werden. Selbst die Praktika mussten virtuell stattfinden. So packte das Bionik-Institut für den Kurs „Bionische Sensorik 1“ Materialtaschen, damit die Studierenden die Experimente auch zu Hause durchführen konnten.

Digitale Lehre an der WH 1
Foto: Kindel Media (Pexels)

Das Tool der Wahl

Die Westfälische Hochschule nutzt die Video-Plattform Zoom für digitale Veranstaltungen. Mit Zoom sind Online-Vorlesungen mit bis zu 300 Teilnehmern möglich. Die Studierenden haben alle einen Hochschulzugang. Sie benötigen also nur eine stabile Internetverbindung. Wer nicht über die technische Ausstattung verfügt, kann zu den Online-Veranstaltungen an die Hochschule kommen und von einem der vielen Computerräume aus teilnehmen.

Foto: Theo (Pexels)

Wie läuft digitale Lehre ab?

Aber nicht nur für die Studierenden war es eine ungewohnte Situation, auch die Dozierenden mussten sich auf die neue Technik einstellen. Für viele ProfessorInnen und DozentInnen war es auch eine Gelegenheit, ihre Didaktik zu überdenken. Interne Unterstützung wurde durch Schulungen und Angebote geleistet. 

Die Lehrenden hatten die Möglichkeit, im Studio der Universität Videos zu produzieren und diese ihren Studierenden zur Vorbereitung auf die Online-Vorlesung zur Verfügung zu stellen. Das sogenannte „Flipped Classroom“-Modell ist jedoch nur eines von vielen Lehrmodellen. Andere Dozierende setzen weiterhin auf die klassische Form von Vorlesung und Seminar. 

Natürlich mussten auch in den Corona-Semestern Prüfungen abgelegt werden. Mündliche Prüfungen wurden einfach eins zu eins in den digitalen Raum verlegt. Klausuren wurden entweder zu „open-book“ Klausuren oder mussten als PDF heruntergeladen, bearbeitet und innerhalb einer bestimmten Zeit wieder hochgeladen werden. Eine Prüfungsaufsicht gab es nicht. Manche Klausuren wurden in andere Prüfungsformen umgewandelt, z. B. in Hausarbeiten, Wochenaufgaben oder Projektarbeiten. 

Weitere Informationen zur digitalen Lehre und zum Campusleben finden Sie in der Sendung Digitaler Kaffee TV vom 02.09.2021. Zu Gast waren: Marcel Böcker – Stabsstelle Hochschulkommunikation der Westfälischen Hochschule, Veerle Seelig – Studentin Journalismus und PR und Ansprechpartnerin für den AStA, Robin Vonnemann – Student Digitale Systeme, sowie Prof. Dr. Tatjana Oberdörster – Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Westfälischen Hochschule und Professorin für Rechnungswesen.

Veröffentlicht von Martin Spiecker am 06.09.2021
Autorin: Laura Neugebauer

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