/ Sicherheit von IOT

Was sind IoT-Geräte?

Die sogenannten  Internet of Things (IoT)-Geräte, wie zum Beispiel Heimassistenten “Amazon Echo/Alexa” und “Google Home”, sind längst in vielen Haushalten im Alltag integriert. Sie steuern die Lichtquellen des Hauses, dienen als Telefonbuch und ebenso als Gesprächspartner – alles zur selben Zeit. Gesteuert werden die IoT-Geräte mittels Sprachkommunikation. 

Die sogenannten Internet-der-Dinge-Geräte begleiten uns schon häufig in unserem Alltag.
Smarthome - Mit dem Handy den ganzen Haushalt steuern
Smarthome - Mit dem Handy den ganzen Haushalt steuern

Entwicklung zum Smart Home

Immer mehr Menschen wollen ihr Zuhause zu einem SmartHome entwickeln – Ein Gerät soll den ganzen Haushalt steuern. Einzige Voraussetzung dafür: Funktionierendes Internet. Das IoT-Gerät muss Zugang ins Heimnetzwerk haben, um gewisse Fragen recherchieren und gewisse Technik im Haushalt steuern zu können. Wenn mal wieder das Handy irgendwo anders liegt? Macht nichts. Bequem vom Sofa aus, wird Alexa die Pizzabestellung zugerufen und danach noch eine Sprachauskunft über das morgige Wetter verlangt. Einmal aufs Sofa gesetzt, kann Alexa einem auch das Aufstehen ersparen und die Rolläden runter lassen. Auch im Winter sehr praktisch: “Alexa, dreh mal das Thermostat ein paar Grad höher.” 

Die Schattenseite der IoT-Geräten

Das Problem bei den IoT-Geräten sind mangelnde Sicherheitsstandards und vernachlässigte Wartung. Informatiker Andreas Klopsch arbeitet im Institut für Internet-Sicherheit (kurz: ifis) und beschäftigt sich intensiv mit IoT-Geräten. Unter anderem untersuchte er in seiner Bachelorarbeit den flüchtigen Speicher eines IoT-Geräts bei Verwendung des Alexa Voice Service, der auch auf dem Amazon Echo zum Einsatz kommt.

“Geräte von namhaften Herstellern wie Amazon, Google & Co. gelten zwar bisher als vergleichsweise sicher, bringen jedoch enormes Gefahrenpotential durch die Vorhaltung datenschutzrelevanter Informationen. Günstigere IoT-Geräte bedingen häufig, dass die darauf laufende Software nicht gewartet oder im Falle von Sicherheitslücken upgedatet wird. Teilweise fehlt den Herstellern das nötige Know-How, um für eine hohe Sicherheit von IoT-Geräten zu sorgen. Auch der wirtschaftliche Druck im IoT-Umfeld, schnell neue Geräte auf den Markt zu bringen, spielt da leider mit eine Rolle”, erklärt Andreas Klopsch. 

Mangelnde Sicherheitsstandards von IoT-Geräten begünstigen Hackerangriffe
Mangelnde Sicherheitsstandards von IoT-Geräten begünstigen Hackerangriffe

Smarte Zukunft mit Chancen & Risiken

Mehr und mehr werden IoT-Geräte in den Standard unserer Gesellschaft integriert. Neben den kleinen Dingen, wie Alexa und Smartwatch, geht es auch in großen Bereichen, wie der Landwirtschaft moderner zu. Autonome Traktoren sind schon auf manchen Feldern zu finden, während das autonome Autofahren noch immer in den Kinderschuhen steckt. Ein paar Beispiele aus allen Bereichen der Welt: 

Die ersten autonom fahrenden Fahrzeuge und Maschinen sind in der Landwirtschaft und angrenzenden Bereichen zu finden. Es gibt Traktoren, Land- und Bergbaumaschinen. In anderen Bereichen, wie dem eigenen Zuhause, sind Staubsauger-Roboter sehr verbreitet. Wer gerne 130 Grad Videos und Fotos mag, wird gefallen an Drohnen finden.

Die Sicherheit in der Verkehrswelt wird durch die IoT-Nutzung erhöht. Überwachung von Verkehrsdaten- und strömen sowie generelle Fahrzeugdaten könnte in Zukunft für weniger Stau sorgen. 

Selbstfahrenden Autos sollen ab 2020 in Frankreich offiziell fahren dürfen. Auch im öffentlichen Nahverkehr wird über die Effizienz von autonomen Bussen diskutiert.

www.trendsderzukunft.de

www.handelsblatt.com

Die Deutsche Telekom greift Städten unter die Arme und entwirft mit ihnen Digitalisierungskonzepte. In der kroatischen Urlaubsmetropole Dubrovnik eröffnete sie 2016 eine "Smart Street".

Diese "Smart Street" kann den Verkehr intelligent managen, indem sie Verkehrsstöße in Echtzeit erfasst und direkt meldet. Autobesitzer können aus der Ferne ihre Parkplatz-Gebühren bezahlen, da ein intelligentes Parksystem, die Autos automatisch erkennt. Ebenso schnell kann ein Parkplatz  gefunden werden: Aktuell freie Parkplätze lassen sich per App auf dem Smartphone ablesen. Für die Umwelt werden neue Parameter überwacht und kontrolliert. Davon werden sich nützliche Daten über das städtische Umfeld erhofft. Nettes Feature in der "Smart City": Die Straßenlaterne spendiert auch noch Wlan.

Ende 2017 startete das „Smart Street“-Muster-Projekt der Initiative SSGM (Smart Safe & Green Mobility). Die Initiative setzt das Projekt zusammen mit zehn Unternehmen in Ebreichsdorf, Melk und Vitis um. 

www.t-systems.com

www.unwirednetworks.net

Für gute Präventivmaßnahmen: Durch Smartwatches und Fitnesstrackern sammeln Menschen einfacher Gesundheitsdaten und werden sich ihren eigenen Fitnesswerten bewusst.

Auch können diese von Ärzten und Krankenkassen ausgewertet und zu den entsprechenden Behandlungen führen.

In Zukunft werden IoT-Geräte für die bessere häusliche Versorgung und Überwachung von Patienten genutzt.

Im Klinik-Bereich sind besser vernetzte Medizingeräte und Technologien ein Fortschritt. 

www.johner-institut.de

Der IoT-Fortschritt hinterlässt  auch in der Handelswelt seine Spuren. 

Bereiche wie das automatische Kassensystem oder Mobile Advertising sind momentan im Trend. 

Es werden intelligente Regale entwickelt, die automatisch erkennen, wann es neu bestückt werden muss. Auch gibt es Temperatursensoren in Kühlschränken, die automatisch die Kühlgeräte prüfen und eine Benachrichtigung auf die Smartwatch schicken. 

Mithilfe von verschiedenen Bewegungs- und Infrarotsensoren kann der individuelle Weg des Kunden durch den Supermarkt analysiert werden. Es können Bewegungsprofile erstellt werden. Dies optimiert dann die Vorräte und den Ladenaufbau.  

Für den Konsumenten Zuhause, gibt es bald den intelligenten Kühlschrank, der automatisch die Lebensmittel checkt und einen Einkaufszettel erstellt. 

Amazon hat 2016 den "Amazon Dash" entwickelt, ein physischer WLAN-Bestell-Button, der tägliche Lebensmittel auf Knopfdruck nachbestellt. Dieser wurde jedoch Anfang 2019 für unzulässig erklärt und vom Markt genommen. Auf die virtuelle Version darf sich aber vielleicht bald gefreut werden.

www.allgeier-es.com

www.test.de

IoT-Geräte können dabei helfen, ein Unternehmen nachhaltiger zu  machen. Wasser kann gespart werden, der Energieverbrauch kann reduziert werden und die Emissionen gesenkt.

Mit den Industrie-IoT-Anwendungen wie etwa dem Asset- und Flottenmanagement erschließen sich effiziente neue Wege in vielen Branchen. In der Logistik, der Produktion, dem Transportwesen und der Energieversorgung werden immer mehr IoT-Geräte genutzt. Durch das "Drive&Track"-System können Gabelstapler, LKW's und Transportschiffe in Echtzeit verfolgt werden und die kürzeste Route gewählt werden. Die Belastbar- und Haltbarkeit eines Gabelstaplers kann ebenfalls herausgefunden werden. Eine effiziente und frühzeitige Wartung von Technologien bei der Arbeit ist hier das Ziel. 

www.staplerberater.de

www.funkschau.de

Auch in der Landwirtschaft werden IoT-Geräte genutzt
Auch in der Landwirtschaft werden IoT-Geräte genutzt

Zu wenig technische Fakten zum Thema IoT-Geräte?

Hier gibt es die ausführlichere und technischere Sicht auf die Sichtertheit von IoT-Geräten:

Ihre Ansprechpartner

Projektleiter: /scouts: Prof. Dr. Christian Dietrich

Prof. Dr. Christian Dietrich

Projektleiter

Projektmitarbeiter: /scouts: Thorsten Platzek

Thorsten Platzek

Projektmitarbeiter

Kontakt zu connect.emscherlippe

Projektkoordinator connect.emscherlippe
Martin Spiecker
Westfälische Hochschule
Neidenburger Str. 43
45897 Gelsenkirchen

martin.spiecker@w-hs.de
0209/9596-249

Projektlogo: connect.emscherlippe
Logo: Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen

Gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Logo Fördermittelgeber: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Scroll Up