/ SELF-Tracking

Self-Tracking - Wie funktioniert das?

Wie leistungsfähig ist mein Körper? Diese Frage beantwortet kann durch das Self-Tracking beantwortet werden. Mithilfe von Gesundheits-Apps und Wearables (Messsensoren, z.B. in Fitnessuhren und Aktivitäts-Trackern) werden in regelmäßigen Abständen Informationen über Bereiche wie Ernährung, Bewegung oder Schlaf erhoben. Der Körper wird zur Datenquelle. Die Ergebnisse können dann Ausgewertet und in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Oberstes Ziel der Anhänger der aus den USA stammenden Bewegung, ist die Selbstoptimierung.

Datenübertragung beim Self-Tracking
Die verschiedenen Bereiche des Self-Trackings

Ursprung der digitalen Selbstvermessung

  • 2007
  • Ursprung: Bewegung „The Quantified Self“ von amerikanischen Journalist Gary Wolf und Kollege Kevin Kelly 
  • Motto: “self knowledge through numbers“ – Selbsterkenntnis durch Zahlen
  • 2012
  • Ursprung in Deutschland: Gründung von Online-Community „Quantified Self“ durch Ernährungsberater Florian Schuhmacher
  • Florian Schuhmacher als Vorreiter des Self-Trackings durch Wearables

Das wird getrackt

Bewegung

  • Sport
  • zurückgelegte Kilometer
  • Schritte
  • Trainingserfolg
  • verbrannte Kalorien

Ernährung

  • Zusammensetzung der Nährstoffe (Proteine, Kohlenhydrate, Fette)
  • Art (Vegetarisch, Vegan, usw.)
  • Kalorienaufnahme
  • Koffeinmenge
  • getrunkenes Wasser

Stimmung

  • Laune
  • Stress

Erkrankungen

  • Blutzuckerwerte
  • Medikamenteneinnahme

Puls und Herz

  • Puls- und Herzfrequenz
  • Maximalpuls
  • Blutdruck

Gewicht

  • Schwankungen
  • Zu- und Abnahmen
  • Körperfettanteil
  • BMI

Schlaf

  • Rhythmus
  • Qualität
  • Dauer

Welche Chancen und Risiken gibt es?

  • Möglichkeit, Gewohnheiten oder Zusammenhänge zu erkennen und zu ändern
  • Bessere Selbsteinschätzung
  • Bewussterer Umgang mit dem eigenen Körper
  • Selbstoptimierung
    • Leistungsfähigkeit
    • Verbesserung der körperlichen Gesundheit
    • Motivation
  • Sinnvoll für verschiedene Akteure, z.B.:
    • Diabetiker (Essgewohnheiten und Zuckerwerte)
    • Läufer (Zeiten messen und Möglichkeit zum Vergleich)
    • Menschen mit psychischen Problemen wie Stress oder Angst (Zusammenhang zwischen erhöhtem Puls und stressvollen Situationen)
  • Nutzung von Ergebnissen in der Forschung und Medizin
  • Medizinische Risiken
    • ersetzt keine regelmäßigen Arztbesuche
    • Gefahr falscher Selbstdiagnosen
  • Datenschutz
    • besonders schützenswerte Daten
    • Anonymisierung nicht möglich
    • Keine Transparenz oder Nachvollziehbarkeit
  • Qualität
    • kaum sichere Qualitätskontrollen
    • Fehlinterpretationen von erhobenen Daten
  • Mögliche Auswirkungen auf die Psyche
    • Nutzung, um eigene Gefühle beherrschbar zu machen
    • Entwicklung von immer härteren Leistungsanforderungen und Optimierungswünsche
    • Abhängigkeit (Tracking-Wahn)
Medizinische Darstellung Self-Tracking

Self-Tracking in Forschung und Medizin

  • Smartphones und Wearables erheben Daten über Krankheitsverlauf über längere Zeiträume
  • Ergänzung um eigene Einschätzungen zu Stimmung und Befinden
  • Patienten mit affektiven Störungen (Depressionen, Manien) können Daten für Management ihrer Erkrankung nutzen
  • Affektive Störungen zeigen unterschiedliche Symptome, deswegen ist individuelle Betrachtung zielführender
  • Ziel: Patienten genauer auf Veränderungen ihrer Symptomatik hinweisen
  • potenzielle Effizienzsteigerung der Versorgung im medizinisch-psychotherapeutischen Behandlungsprozess
  • Telemedizin - Nutzung von Telekommunikation zu medizinischen Zwecken
  • Gesundheitsapps
    • haben ein Drittel der deutschen Bevölkerung schon ausprobiert
    • Tracken von physiologischen Parametern, Selbsterkennung von Krankheiten und Symptomen
    • Wunsch nach Möglichkeit, Aufzeichnungen an Arzt oder Krankenkasse weiterzuleiten
  • Gesetzentwurf "für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation"
    • gesetzlich Krankenversicherte sollen Anspruch auf digitale Gesundheitsanwendungen bekommen
    • Verschreibung von Gesundheits-Apps auf Kassenkosten
    • elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
    • E-Rezept
    • Angebote spätestens ab Anfang 2021 mit Anbindung an Telematik-Infrastruktur

Interesse an weiteren Infos zum Self-Tracking?

Hier gibt es ausführliches Fachwissen zum digitalen Selbstvermessen:

Ihre Ansprechpartner

Projektleiter: /scouts: Prof. Dr. Christian Dietrich

Prof. Dr. Christian Dietrich

Projektleiter

Projektmitarbeiter: /scouts: Thorsten Platzek

Thorsten Platzek

Projektmitarbeiter

Kontakt zu connect.emscherlippe

Projektkoordinator connect.emscherlippe
Martin Spiecker
Westfälische Hochschule
Neidenburger Str. 43
45897 Gelsenkirchen

martin.spiecker@w-hs.de
0209/9596-249

Gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Logo Fördermittelgeber: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Logo: Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
Scroll Up