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/Blockchain: Das Teilprojekt ist Teil des bloxberg Konsortiums

Ende 2019 wurde das Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule im Rahmen des Teilprojekts /blockchain in das internationale bloxberg Konsortium aufgenommen und betreibt seitdem einen bloxberg Blockchain-Knoten, der interessierten Nutzern und Unternehmen in der Emscherlippe-Region zur Verfügung gestellt werden kann. Das bloxberg-Konsortium wurde Anfang 2019 unter der Federführung der Max Planck Digital Library ins Leben gerufen und etablierte mit dem bloxberg-Netzwerk die erste internationale Blockchain für Wissenschaftsanwendungsfälle.

Geographische Verteilung der bloxberg-Knoten
Geographische Verteilung der bloxberg-Knoten

Das bloxberg-Netzwerk ist ideal als Infrastruktur zur Erforschung und Entwicklung von Anwendung geeignet.

Das bloxberg-Netzwerk basiert auf Ethereum als Technologie, verzichtet aber im Gegensatz zu bekannten öffentlichen Blockchain-Netzwerken, wie Bitcoin oder Ethereum-Mainnet auf einen energiaufwändigen Konsensalgoirthmus wie Proof-of-Work. Stattdessen kommt ein Proof-of-Authority Konsensalgorithmus zur Anwendung (AuRa), bei dem die den einzelnen Universitäten und Forschungsinstituten betriebenen bloxberg-Knoten kryptographisch mit ihrer Authentizität bürgen. Es werden aktuell bereits verschiedene dezentrale Anwendungen (DApps) für Wissenschaftler angeboten – dazu zählen ein Service zum Erstellen von Zeitstempelzertifikaten von Daten auf der Blockchain und eine Anwendung zur Umsetzung von dezentralisierten Peer-Review Verfahren. Darüber hinaus eignet sich das bloxberg-Netzwerk ideal als Infrastruktur zur Erforschung und Entwicklung von protypischen Blockchain-Anwendung und als Instrument für die Lehre, um Informatikstudenten einen realistischen Einblick in die Welt der Blockchain-Entwicklung zu geben.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen sorgen für einen regelmäßigen Ausstausch mit anderen Institutionen.

Auf Basis der Zusammenarbeit mit dem bloxberg-Konsortium wurden im Rahmen des /blockchain Teilprojekts durch das Institut für Internet-Sicherheit eine Reihe von Wissenschaftlichen Papern auf verschiedenen internationalen Konferenzen und in Journalen veröffentlicht. Dazu zählt unter anderem die Entwicklung einer Bibliothek für die Integration von bloxberg mit der etablierten Wissenschaftssoftware MATLAB [1] und eine Analyse und Detektion von missbräuchlichem Verhalten im Kontext der frei zur Verfügung stehenden bloxberg Ressource [2].Weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen befinden sich aktuell in Bearbeitung und Begutachtungen.

Mitglieder des bloxberg-Konsortiums
Mitglieder des bloxberg-Konsortiums

Workshops geben Teilnehmern Einblicke ins Projekt

Um das Thema Blockchain den Studenten und der Softwareentwickler-Community in der Emscherlippe-Region näherzubringen, wurde am 25.06.2020 zusammen mit internationalen, als Mentoren fungierenden, Mitgliedern des bloxberg-Konsortiums ein virtueller Workshop zum Thema Blockchain veranstaltet. In diesem konnten die Teilnehmer im Hands-On Format erfahren, wie man mit einer Blockchain interagiert und wie man eigene Smart Contracts und DApps programmiert. Das Format wurde sehr gut angenommen und eine Wiederholung für die Zukunft ist geplant.

Referenzen

[1] K. Wittek, D. Krakau, N. Wittek, J. Lawton, und N. Pohlmann, „Integrating bloxberg’s Proof of Existence Service With MATLAB“, Front. Blockchain, Bd. 3, 2020, doi: 10.3389/fbloc.2020.546264.
[2] K. Wittek, N. Wittek, A. Ioniță, und N. Pohlmann, „Statistical Anomaly Detection in Ethereum Transaction Graphs“, 2020, doi: 10.13140/RG.2.2.22175.18082.

Ihre Ansprechpartner

Projektleiter /openregio & /blockchain: Prof. Dr. Norbert Pohlmann

Prof. Dr. Norbert Pohlmann

Projektleiter

Projektmitarbeiter /blockchain: Kevin Wittek

Kevin Wittek

Projektmitarbeiter

Veröffentlicht von Martin Spiecker am 15.12.2020.
Autor: Kevin Wittek

Kontakt zu connect.emscherlippe

Projektkoordinator connect.emscherlippe
Martin Spiecker
Westfälische Hochschule
Neidenburger Str. 43
45897 Gelsenkirchen

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0209/9596-249

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