Nachhaltigkeit

Nachhaltiger Betrieb von Gebäuden

Die Einsparung von Ressourcen und Nachhaltigkeit wird immer wichtiger, gerade auch mit der Sicht auf den Klimawandel. Deshalb spielt der nachhaltige Betrieb und  und der nachhaltige Bau von Gebäuden eine immer größere Rolle. Die Bauindustrie ist eine der ressourcenintensivsten Branchen, daher wird besonders dort großes Umdenken gefordert. So machen Gebäude rund 36% des jährlichen globalen Energieverbrauchs aus, dabei entsteht ein Großteil beim Betrieb des Gebäudes. Mit gutem Beispiel voran geht das „THE SHIP“ in Köln. 

In Köln Ehrenfeld steht das digitalisierteste Bürogebäude Deutschlands. Das „THE SHIP“ umfasst 13.000qm in denen rund 2500 Sensoren, 156 Zugangskontrollpunkte und 146 Beacons verbaut wurden. Die auf einer künstlichen Intelligenz basierte Gebäudesteuerung und Automatisierungstechnik sorgt dafür, dass die betrieblichen Prozesse besonders effizient, nachhaltig und ökonomisch ablaufen. Die „Sinnesorgane des Gebäudes“ messen die Belegung einzelner Räume und geben die Daten an das interne Kontrollzentrum weiter. So können unter anderem Licht und Klima im Gebäude automatisch gesteuert werden. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Sensoren im Gebäude nur anonyme Daten erheben und weitergeben, alles unter Einhaltung der DSGVO. Nutzer:innen können über eine App die Auslastung verschiedener Bereiche des Gebäudes nahezu in Echtzeit sehen.

"THE SHIP"
So sieht das digitalisierteste Bürogebäude in Deutschland aus.

Ein Sensor ist ein Gerät, was eine bestimmte Eigenschaft, wie zum Beispiel die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit, messen kann. 

Durch die Zugangskontrollpunkte kann die Auslastung der verschiedenen Bereiche im Gebäude gemessen und überwacht werden. 

Beacons sind kleine Sender, die mit der Bluetooth Low Energy Technologie oder der Bluetooth Smart Technologie ausgestattet sind.

Die Nachhaltigkeit im Bau beginnt allerdings schon in der Planung. So können bereits die Baupläne digitalisiert werden und papierlos genutzt werden. Durch die BIM Methode lassen sich ebenfalls einige Ressourcen einsparen. Durch die detaillierte Dokumentation der verwendeten Baumaterialien lässt sich genauer planen, was benötigt wird. Beim Rückbau von Gebäuden kann auch nachhaltig gehandelt werden, indem bereits verwendete Baumaterialien wieder verwendet werden können. Auch im späteren Betrieb des Gebäudes ist die Nachhaltigkeit deutlich spüren. So wurde bei einer Studie von der Wirtschaftsinitiative Smart Living bei einer Hochschule in Bremen festgestellt, dass durch die Automation des Gebäudes rund 50% Heizwärme und 20% Elektrizität eingespart werden konnten.

Wenn ihr mehr über das Thema Digitale Gebäudebewirtschaftung und ein digitales zu Hause erfahren wollt, lest den dritten Artikel oder schaut euch unsere Live-Sendung vom 22.07.2021 an. 

Veröffentlicht von Sarah Derks am 30.07.2021
Autorin: Sarah Derks 

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