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Abschlussworkshop: „Digitaler Zwilling im Projekt 3D-Mapping“

Durch den Einsatz eines digitalen Zwillings von Gebäuden ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. So können u.a. virtuelle Begehungen eines interessierten Besuchers oder die Indoor-Navigation eines lokalen Kunden ermöglicht werden. Auch im Betrieb von Bestandsgebäuden sind Anwendungsfälle wie die Anreicherung besonderer Datenpunkte mit relevanten Informationen, Messungen aus dem Scan Überführung in BIM-Modelle (Building Information Modeling) etc. denkbar.

 

Foto Workshop

Diese Möglichkeiten konnten nun im Forschungsprojekt „3D-Mapping – smarte Gebäudebewirtschaftung“ in einem Abschlussworkshop mit 14 Vertretern aus Hochschulen, Kommunen, IT-Dienstleistern, Verwaltern von Shoppingcentern etc. vorgestellt und diskutiert werden. Grundlage war der Scan an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Nach Aufnahme von ca. 24.000 m2 und Aufbereitung der Scan-Daten wurden hier im Rahmen des explorativen Forschungsprojektes über 800 Points of Interest (POIS) eingepflegt, die Routenverknüpfung angelegt, ein Rechtekonzept erarbeitet sowie die Unterteilung in interne und nicht interne Bereiche vorgenommen.

Die Erfahrung aus dem Projekt sowie die daraus resultierenden Use-Cases wurden den interessierten TeilnehmerInnen präsentiert und im Anschluss die Fragestellung diskutiert „Welche Bedingungen gegeben sein und welche Anpassungsbedarfe umgesetzt werden müssten, damit digitale Technologien wie das 3D-Mapping zur Anwendung kommen können?

Die Unternehmensvertreter waren sich einig, dass die 3D-Mapping-Technologie viele spannende Use-Cases bietet, jedoch in Bezug auf die automatische Erfassung der Objekte noch Entwicklungsreserven bestehen. Auch sei der Aufwand in der Nachbereitung der Scan-Daten relativ hoch. Wer die Erfolgsaussichten eines solchen Projektes realistisch abschätzen will, muss sich also intensiv mit den Problemen auseinandersetzen, die den Erfolg des Einsatzes der digitalen Tools behindern könnten. Insofern ist nicht allein die Frage zu klären, was sind die richtigen (Scan-)Technologien, sondern vor allem die Frage, „was behindert eigentlich den nutzenstiftenden Einsatz im konkreten Use-Case?“, wird von zentraler Bedeutung. Auch im vorliegenden Projekt zeigte sich, dass personell, technisch und organisatorisch bedingte Widerstände bei der Umsetzung von Ideen nicht zu unterschätzen sind. Doch dieser aufwändige Prozess des Innovations- und Changemanagements ist auch in der FM-Branche alternativlos. Der Projektleiter Prof. Dr. Markus Thomzik resümierte: „Digitaler Innovationsverzicht und Umsetzungsprobleme haben bei nicht wenigen Unternehmen bereits zu einem Digitalisierungsdefizit geführt. Digitale Kompetenzen inkl. Erfahrungswissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Nur über digitale Innovationen ist auch in der FM-Branche Zukunftsfähigkeit zu erzielen.“

Veröffentlicht von Martin Spiecker am 15.06.2020.
Autoren: Prof. Markus Thomzik & Alexander Schweizer

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